Badische Zeitung vom 22. Dezember 2005

Unterhaltsames zum Jahresende

Langjährige Mitglieder im FCH
(von links): Josef Froschenme ...

Der FC Heitersheim feierte

HEITERSHEIM. Nach einer sportlich mäßig erfolgreichen Vorrunde entschädigte der Fußballclub Heitersheim seine Mitglieder, Freunde und Gönner bei der Jahresfeier mit einem unterhaltsamen Theaterabend samt Tombola.
Zugleich war das ein Dankeschön an alle, die den FCH wieder tatkräftig unterstützten. Angesagt waren zudem Ehrungen für insgesamt 510 Jahre Mitgliedschaft. Der FCH-Vorsitzende Uwe Sum wusste zu schätzen, was das Bauhofteam und die Rathausmannschaft vor allem bei der Pflege der Sportanlagen leisten. Er würdigte die Treue des ältesten aktiven Mitglieds Walter Siegmann, der seit fast 40 Jahren als Schiedsrichter unterwegs ist. Neu hinzugekommen als Schiedsrichter ist Christian Neuber. Seit Jahrzehnten geht es im FCH ebenfalls nicht ohne Berta Zahn und Wilhelm Rempel, die Trikotwäsche und Platzordnung übernehmen. Als Jugendleiter hat Berni Philipp über 150 Spieler im Griff, flankiert von seiner Frau, den Jugendtrainern und dem Jugendausschuss.
Den traditionellen Ehrungspart übernahm Vereins-Vize Jürgen Mayer. Zu den Jubilaren mit 25 Jahren zählten Josef Froschenmeier, der zeitweise zweiter Vorsitzender des FCH war und beim Clubheimbau viel geleistet hat, außerdem Peter Meyer und Stefan Schulz. Der jüngste Jubilar, Christian Zahn, wurde 1980 sozusagen in den Verein geboren und spielt aktiv, seit er den Ball treten kann. Ebenfalls 25 Jahre gehören zum FCH Eberhard Hiss, Klaus Dockweiler, Bernd Donner, Helmut Fuchs, Horst Höfler, Hanspeter Hofmann, Norbert Kleinert, Herbert Kummer, Christoph Pigulowski und Wolfgang Weber. Für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit und viele Jahre als Aktiver, treuer Fan und engagierter Förderer erhielt Artur Keller Ehrennadel und Urkunde. Nachgereicht wird diese Auszeichnung an Heinz Kleindienst. Mit 15 Jahren trat Franz Höfler 1945 in den FCH ein, seither getreten. Nach etlichen aktiven Jahren blieb er dem Club treu - 60 Jahre lang.

Bei so viel Anerkennung legte sich die Laienspielgruppe Bollschweil ihrerseits mit “Hey, Joe!” ins Zeug, einer Komödie in drei Akten von Dirk Salzbrunn. Das Publikum erlebte einen bewegten Tankstellenalltag mit allerlei Notfällen, Einfällen und Ausfällen.

Sabine Model
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Badische Zeitung vom 29. Dezember 2005

Sturm auf Joes Tankstelle

Hey Joe GRÖSSER "Schwätz du nur" dachte Gertrud, als Gatte Herbert ihr ...

Lacher garantiert: Laienspielgruppe aus Bollschweil präsentiert eine neue Komödie

VON UNSERER MITARBEITERIN ANNE FREYER

BOLLSCHWEIL. Wenn der Bollschweiler Radsportverein " Waldeslust" an Weihnachten zum Feiern bittet, weiß das ganze Dorf: Gute Unterhaltung ist garantiert, denn die Laienspielgruppe Bollschweil präsentiert jedes Jahr eine neue Komödie, die sie in vielen Proben erarbeitet hat. In diesem Jahr hieß das Stück mit stark lokalem Bezug " Hey Joe" , geschrieben von Dirk Salzbrunn.
Zum Programmauftakt begeisterte der Männergesangverein "Eintracht" mit seinem Dirigenten Fritz Haege mit fünf Weihnachtsliedern. Als Abschluss sang der ganze Saal "Oh du fröhliche".

Und dann hieß es Vorhang auf für "Hey Joe". Der Schauplatz des Geschehens war eine Tankstelle mit Werkstatt, in der sich an einem Tag die Wege einer zufällig zusammengewürfelten bunten Gesellschaft kreuzten. Da war zunächst das Pächterpaar Joe und Sonja Riemenkeiler: er ein großer Redenschwinger, sie die Praktische, die eigentlich die Geschicke des kleinen Unternehmens leitet, dargestellt von Thomas Wiesler und Daniele Gauger.
Die Invasion der überraschend zahlreichen Kundschaft verdankten die Beiden der Tatsache, dass die Konkurrenz im Nachbarort - Kirchhofen - geschlossen hatte. Und so waren sie auch bald ein wenig überfordert, kam doch einfach alles auf einmal:
die Panne von Gertrud und Herbert, einem eingespielten Ehepaar auf dem Weg in den Urlaub (Veronika Schweizer und Markus Zahn), die Mittellosigkeit der ebenfalls wegen Motorschadens gestrandeten Studenten Andi und Babsi (Markus Weiser und Daniela Marino) und das Elend des Möchtegern-Rockers Peter (Stefan Wagner), der um sein geliebtes Motorrad Charly trauerte.
Vervollständigt wurde diese bunte Mischung durch die Ministerin Dorothea Schwarzmüller-Weißmeier (Agnes Schwab), die trotz all ihrer - scheinbaren - Überlegenheit von der gewitzten Tankstellenchefin ausgetrickst wurde.
Die Regie lag in den Händen von Markus Weiser, als Souffleuse fungierte diesmal Gertrud Dischinger. Insgesamt war es eine Inszenierung von hohem Wiedererkennungs- und Unterhaltungswert - der stürmische Beifall bewies es.

Reißenden Absatz fanden in den Pausen zwischen den drei Akten die Lose für die Tombola mit vielen attraktiven Preisen. Johannes Wiesler übernahm während der Aufführung die Moderation. Er dankte, ebenso wie auch Karl Niegisch in Vertretung für den Vorsitzenden Jürgen Daul, Gisela Daul für ihren Einsatz bei zwei Veranstaltungen im Bollschweiler Schloss, der BoGart Anfang Oktober und dem Weihnachtsmarkt Mitte Dezember. 1000 Euro hatte der Radsportverein jeweils durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen erlöst und an Angelika Werner von der Initiative für trauernde Kinder "Alles ist anders" und an Claus Geppert vom "Förderverein für krebskranke Kinder Freiburg" überreichen können. Dieser Betrag wird der neuesten Anschaffung für die Kinderklinik zugute kommen: einem Magnet-Resonanz-Tomographen, kurz MRT, der den geschwächten Kindern den Weg in die Strahlentherapie ersparen soll.


Gisela Daul (Mitte) überreichte jeweils 1000 Euro...
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ReblandKurier vom 11. Januar 2006

Hey, Joe!
  Wie aus dem Leben gegriffen

Zu einem Theaterabend mit der Laienspielgruppe Bollschweil hatte am vergangenen Samstag die Trachtenkapelle Bollschweil geladen. "Hey, Joe" eine Komödie von Dirk Salzbrunn unterhielt das Publikum. Joachim Riemenkeiler (Thomas Wiesler) und seine Frau Sonja (Daniele Gauger) führen eine kleine Tankstelle in Bollschweil, an der an diesem Tag einige Menschen stranden. So bleiben auf dem Weg in ihren Urlaub auch Herbert (Markus Zahn) und seine Frau Gertrud (Veronika Schweizer) wegen einer Reifenpanne an der Tankstelle hängen. Ebenso wie der Student Andi (Markus Weiser) und dessen Freundin Babsi (Daniela Marino), die ihre Tankrechnung nicht bezahlen können. Als dann noch die Landesministerin Dorothea Schwarzmüller-Weißmeier (Agnes Schwab) und der Motorradfan Peter (Stefan Wagner) an der Tankstelle eintreffen, ist eine illustere Gesellschaft zusammen, die für einige Lacher sorgt.

mu/Foto: mu

 
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